Das Krankheitsspektrum der Bevölkerung in den westlichen Ländern hat sich im letzten Jahr-hundert dramatisch verändert. Heute liegen chronische Erkrankungen in den Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken deutlich vor den akuten Erkrankungen und verursachen 75% der Gesundheitsausgaben. Hinzu kommen hohe indirekte Kosten wie Produktionsausfälle, Lohnersatzleistungen oder vorgezogene Rentenzahlungen.
Deutschland ist hierbei Europameister!
Der Anteil an übergewichtigen und fettleibigen Menschen liegt nach einer Studie der International Association of Study of Obesity (März 2007) bei 37 Millionen Erwachsenen und 2 Millionen Kindern.
Das ist leider Spitze in Europa mit einer ungebremsten Zunahme an Betroffenen.
Einen besonderen Stellenwert hat das metabolisch-vaskuläre Syndrom, das sich epidemieartig in der westlichen Welt sowie in Asien ausbreitet. Etwa jeder vierte Deutsche weist die Risikofaktoren wie bauchbetontes Übergewicht, Zucker- und Fettstoffwechselstörung sowie Bluthochdruck auf. Migranten
(14,9% zu 7 % der Gesamtbevölkerung) und untere soziale Schichten sind von diesen Erkrankungen stärker betroffen. Zudem ist der ländliche Raum bereits heute nicht optimal versorgt. Diese Entwicklung verläuft in der Region Schwaben vergleichbar. Hierbei besteht ganz offen-sichtlich ein Gradient Stadt – Land, der Untersuchungen durch die Universität Ulm festgestellt wurde.
Ziel von P.R.I.M.U.S ist die Erschließung der Potenziale der Region Schwaben für Innovation im Gesundheitswesen durch Forschung und Entwicklung, Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten und Verbesserung der Gesundheitsversorgung auf allen Ebenen.